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Der uns zur Verfügung stehende älteste Fahrzeugausweis ist nicht komplett (!) ausgefüllt, so dass wir nicht wissen, auf wann genau die erste Inverkehrsetzung datiert. Dennoch können wir einiges aus der Geschichte unserer Old Lady erzählen:

Der Chevrolet wurde am 29. Juli 1948 als Lastwagen durch das Elektrizitätswerk Zürich importiert. Nach der Einführung  wurde durch die Firma Ehrsam, früher Wädenswil, eine 3-teilige, 12m lange Drehleiter aus Holz auf das Fahrzeug montiert. Das Fahrzeug wurde in Zürich zum Auswechseln der  Strassenlampenbirnen eingesetzt.

 

Im September 1967 wurde das Leiternfahrzeug an die ALPAR AG, Betreiberin des Flugplatzes Bern-Belpmoos in Belp verkauft.

Dieses setzte den Chevrolet als Betriebsfeuerwehrauto ein.

Doch auch in seiner ursprünglichen Aufgabe wurde das immer noch sehr gut intakte Fahrzeug eingesetzt: Die Gemeindebetriebe Belp nutzten es zum Auswechseln von Birnen an den Strassenlampen. Auch wenn Äste grosser Bäume abgesägt wurden, kam das vielseitige Auto zum Einsatz.

Im Jahre 1989 wurde die Autodrehleiter nach langjährigem treuen und zuverlässigen Dienst in die wohlverdiente Pension entlassen. Eine Gruppe Feuerwehrfans hatte danach beschlossen, die ADL zu restaurieren und sie fahrtüchtig zu erhalten. So konnten sie das Fahrzeug für den symbolischen Preis von Fr. 1.-- von der ALPAR AG übernehmen.

Zuerst musste aber ein Unterstand gefunden werden. Im Wirt des Hotel-Restaurants Schützen, Rudolf Porter, konnte ein Feuerwehrfreund gefunden werden, der den Platz kostenlos zur Verfügung gestellt hatte und noch heute unserer OLD LADY Gastrecht gewährt. 

Der Unterstand musste aber noch vorbereitet werden. Diese Arbeiten begannen am 6. April 1993 und dauerten ca. 60 Stunden.

Die Restaurationsarbeiten gestalteten sich aufwändiger und kostspieliger als erwartet. Immer wieder musste mit verschiedenen Aktionen dafür gesorgt werden, dass der Geldfluss nicht endgültig versiegte. Das verdiente, gespendete, erbettelte Geld wurde postwendend in Ersatzteile, Farbe, Werkzeug, Material etc. investiert. Doch das reichte natürlich nicht. Insgesamt wurden für die Totalrestauration gesamthaft ca. 1800h Fronarbeit, vorab von Bruno Binggeli, Walter Baumgartner und Alfred Gasser geleistet. Dieser Arbeitsaufwand teilte sich etwa so auf:

 

Demontage: 145 h

Reinigen, entrosten und sandstrahlen:

408.5 h
Maschinenteile revidiert:
85 h
Autospenglerei: 280.5 h
Malerei: 255.5 h
Montage: 410.5 h
Elektrisches: 145 h
Materialtransporte: 70.5 h

 

                                             

Am 17.Oktober 1999, anlässlich eines Festes in Belp, konnte das Fahrzeug dann offiziell vorgestellt und dem Betriebsteam des Feuerwehrvereins Belp übergeben werden. Im Rahmen eines Wettbewerbes wurde der Name für unser Goldstück, eben Old Lady, gefunden. Fachkundiger Taufpate an diesem Anlass war Hans Gasser, ehemaliger Feuerwehrinspektor im Amt Seftigen.

Seit damals steht unsere alte Dame immer wieder mal im Einsatz, sei es für ein Oldtimertreffen, Feuerwehrtage, Dorffeste oder auch für private Anlässe wie Hochzeiten und Geburtstage. Die nächsten Einsätze erfahren sie vom Obmann des Betriebteams.